Home Episode
Wie das Wetter am Himmelfahrtstag, so der ganze Herbst sein mag. Scheint die Sonne hell und zart an Mariä Himmelfahrt, wird es schönen Herbst bedeuten. Sagt das Sprüchlein allen Leuten. Um Maria Himmelfahrt, das wisse, gibt es schon die ersten Nüsse. Wer Rüben will recht gut und zart, sä’ sie an Mariä Himmelfahrt. Mariä Himmelfahrt im Sonnenschein, bringt viel und guten Wein. Wie das Wetter am Himmelfahrtstag, so es noch zwei Wochen bleiben mag.
Ist zu Sankt Veit der Himmel klar, dann gibt’s gewiss ein gutes Jahr. St. Veit, der hat den längsten Tag, die Luzia (13. Dezember) die längste Nacht vermag. Hinweis: Diese Regel galt bis zur Gregorianischen Kalenderreform im Jahr 1582. Dadurch verschob sich Sommersonnenwende auf den 21. Juni und die Wintersonnwende auf den 21. Dezember. Nach dem St. Veit, da ändert sich bald die Jahreszeit. Der alte Vit, der bringt nur Regen mit. Das Wasser an St. Vit verträgt die späte Gerste nit. Regen am St. Vitustag die Gerste nicht vertragen mag. Regnet’s an St. Veit, Gerste nicht leid’t. O heiliger Vitus, regne nicht, damit es uns nicht am Korn gebricht, denn Regen an dem Vitustag, die Gerste nicht vertragen mag. Ist der Wein abgeblüht auf St. Vit, so bringt er ein schönes Weinjahr mit. Nach St. Veit, da ändert sich die Zeit; dann fängt das Laub zu stehen an, dann haben die Vögel das Legen getan. Der Wind, dreht sich um St. Veit, da legt sich’s Laub auf die andere Seit’. Nach St. Veit, da legen sich die Blätter auf die andere Seit’. Hat Sankt Veit starken Regen, bringt er unermesslichen Segen. Wenn es an Vitus regnet, dann regnet es Pilze.
Georgus und Marks (23. und 25. April), die bringen oftmals was Arg’s; Philippi und Jakobi (1. Mai), sind dann noch zwei Grobi; Pankraz, Servaz, Bonifazi (12., 13., 14. Mai), das sind erst drei Lumpazi. Oft der Urban gar, ist streng fürwahr, und Peter und Paul (29. Juni), die sind meist nur faul. Der Klemens (23. November) uns den Winter bringt, St. Petri Stuhl (22. Februar) dem Frühling winkt; den Sommer bringt uns St. Urban, der Herbst fängt nach dem Barthel (24. August) an. Wie sich das Wetter an Urban verhält, so ist’s noch 20 Tage bestellt. Das Wetter um den St. Urban zeigt auch des Herbstes Wetter an. Scheint die Sonne hell am Urbanitag, wächst guter Wein nach alter Sag’; wenn es aber regnet, ist nichts gesegnet. Viel Sonne bringen muss St. Orben, sonst die Trauben leicht verdorben. Wenn der Urban kein gut’ Wetter hält, das Weinfass in die Pfütze fällt. Urban, lass’ die Sonne scheinen, damit wir nicht beim Weine weinen. Wie der Urban sein Wetter hat, so findet’s auch in der Lese statt. Der Urban mit viel Sonnenschein, der segnet unsere Fässer ein. Sankt Blas’ (3. Februar) und Urban ohne Regen, folgt ein guter Erntesegen. Sankt Urban hell und rein, gibt viel Korn und guten Wein.
Der Nepomuk uns das Wasser macht, dass uns ein gutes Frühjahr lacht. Heiliger Sankt Nepomuk treib uns die Wassergüsse z’ruck. Lacht zu Nepomuk die Sonne, dann gerät der Wein zur Wonne. Heiliger Nepomuk bring’ uns die Wassergüss’ zuruck. (= Umkehrung des vorherigen Spruches, wenn es an diesem Tag zu starken Sonnenschein gab und die Hitze auf den Feldern brannte.)
Georgus und Marks (23. und 25. April), die bringen oftmals was Arg’s; Philippi und Jakobi (1. Mai), sind dann noch zwei Grobi; Pankraz, Servaz, Bonifazi (12., 13., 14. Mai), das sind erst drei Lumpazi. Oft der Urban gar (25. Mai), ist streng fürwahr, und Peter und Paul (29. Juni), die sind meist nur faul. Wenn’s an Pankratius gefriert, so wird im Garten viel ruiniert. Pankratius hält den Nacken steif, sein Harnisch klirrt von Frost und Reif. Ist Sankt Pankratius schön, wird guten Wein man sehn. Wenn es am Pankratiustag schön ist, so ist das gutes Zeichen zu einem schönen und reichen Herbst. Pankraz und Servaz, zwei böse Brüder, was der Frühling gemacht, zerstören sie wieder. Pankraz muss vorüber sein, will man vor Nachtfrost sicher sein.
Georgus und Marks (23. und 25. April), die bringen oftmals was Arg’s; Philippi und Jakobi (1. Mai), sind dann noch zwei Grobi; Pankraz, Servaz, Bonifazi (12., 13., 14. Mai), das sind erst drei Lumpazi. Oft der Urban gar (25. Mai), ist streng fürwahr, und Peter und Paul (29. Juni), die sind meist nur faul. Der heilige Mamerz, der hat von Eis ein Herz; Pankratius hält den Nacken steif, sein Harnisch klirrt von Frost und Reif; Servatius’ Hund der Ostwind ist – hat schon manch’ Blümlein totgeküsst; und zum Schluss, da fehlet nie, die eisigkalte Sophie. Pankrazi, Bonifazi, Servazi sind drei frostige Lumpazi. Und zum Schluss fehlt nie die kalte Sophie. Mamertus, Pankratius und hinterher Servatius, sind gar gestrenge Herrn, die ärgern die Bauern und auch die Winzer gern. Mamertus, Pankratius, Servatius, die bringen oft Kälte und Verdruss, doch auch der Bonifazi, das ist erst ein Lumpazi. Pankratius, Servatius, Bonifatius, der Winzer sie beachten muss: Geh’n sie vorüber ohne Regen, bringt’s dem Weine großen Segen. Gehen die Eisheiligen ohne Frost vorbei, schreien die Bauern und Winzer juchhei.
Ist Sankt Vinzenz Sonnenschein, bringt es viele Körner ein. Tritt St. Vinzenz in die Hall’, bringt er uns die Nachtigall. Ist Sankt Vinzenz Sonnenschein, gibt es viel und guten Wein.