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Nach Barnabas die Sonne weicht, auf Luzia (13. Dezember) sie wieder zu uns schleicht. St. Barnabas niemals die Sichel vergaß, er hat den längsten Tag (stimmt nicht!) und das längste Gras. Sankt Barnabas schneidet das Gras. Mit seiner Sens’ der Barnabas kommt her und schneidet ab das Gras. Wenn St. Barnabas bringt Regen, gibt’s reichen Traubensegen. Regnet es an Barnabas, schwimmen die Trauben bis ins Fass. Der Barnabas macht, wenn er günstig ist, wieder gut, was vielleicht schon verdorben ist.
An Sankt Medardus wird ausgemacht, ob 40 Tag die Sonne lacht. Wie jetzt der Medardus wettert, solch Wetter 30 Tage zittert. Wie's Wetter auf St. Medardi fällt, es bis zu Mondes Schlusses anhält. Was der Medardus für ein Wetter hält, solch Wetter auch in die Ernte fällt. Ein sonniger Medardustag, der stillt aller Bauern Klag’. Ist’s an Medardus feucht und nass, regnet’s weiter ohne Unterlass. Regen am Medardustag verdirbt den ganzen Heuertrag. Wer auf Medardus baut, der kriegt viel Flachs und Kraut.
An Mariä Verkündigung kommen die Schwalben wiederum. An Mariä Verkündung hell und klar ist ein Segen für das ganze Jahr. Die Maria bindet die Reben auf und nimmt auch noch leichten Frost in Kauf. Hat’s nach der Mariennacht gefroren, werden noch 40 Fröste geboren. Ist Mariä schön und hell, kommt viel Obst auf alle Fäll’. Kommen noch Nebel nach diesem Tag – den Reben kein Frost mehr schaden mag. Schöner Verkündungsmorgen befreit von vielen Sorgen. Sternenmengen am Verkündungsmorgen befreit den Landmann von vielen Sorgen. War vor Mariä Verkündung der Nachthimmel hell und klar, bedeutet es ein gutes Wetterjahr. Wenn Maria sich verkündet, Storch und Schwalbe heimwärts findet. Ist Marien schön und klar, naht die ganze Schwalbenschar.