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Wie sich das Wetter am Bartheltag stellt ein, so soll’s den ganzen September sein. Wie Bartholomäus sich hält, so ist der ganze Herbst bestellt. Liegt Reif um den Barthelmtag offen, so ist ein warmer Herbst zu hoffen. Bleibt St. Barthol im Regen steh’n, ist ein guter Herbst vorherzuseh’n. Sind Lorenz (10. August) und Bartel schön, bleiben die Kräuter noch lange stehn. Bartholomä voll Sonnenglut macht Wein und Reben stark und gut.
Georgus und Marks (23. und 25. April), die bringen oftmals was Arg’s; Philippi und Jakobi (1. Mai), sind dann noch zwei Grobi; Pankraz, Servaz, Bonifazi (12., 13., 14. Mai), das sind erst drei Lumpazi. Oft der Urban gar (25. Mai), ist streng fürwahr, und Peter und Paul (29. Juni), die sind meist nur faul. Wenn’s an Pankratius gefriert, so wird im Garten viel ruiniert. Pankratius hält den Nacken steif, sein Harnisch klirrt von Frost und Reif. Ist Sankt Pankratius schön, wird guten Wein man sehn. Wenn es am Pankratiustag schön ist, so ist das gutes Zeichen zu einem schönen und reichen Herbst. Pankraz und Servaz, zwei böse Brüder, was der Frühling gemacht, zerstören sie wieder. Pankraz muss vorüber sein, will man vor Nachtfrost sicher sein.
Georgus und Marks (23. und 25. April), die bringen oftmals was Arg’s; Philippi und Jakobi (1. Mai), sind dann noch zwei Grobi; Pankraz, Servaz, Bonifazi (12., 13., 14. Mai), das sind erst drei Lumpazi. Oft der Urban gar (25. Mai), ist streng fürwahr, und Peter und Paul (29. Juni), die sind meist nur faul. Der heilige Mamerz, der hat von Eis ein Herz; Pankratius hält den Nacken steif, sein Harnisch klirrt von Frost und Reif; Servatius’ Hund der Ostwind ist – hat schon manch’ Blümlein totgeküsst; und zum Schluss, da fehlet nie, die eisigkalte Sophie. Pankrazi, Bonifazi, Servazi sind drei frostige Lumpazi. Und zum Schluss fehlt nie die kalte Sophie. Mamertus, Pankratius und hinterher Servatius, sind gar gestrenge Herrn, die ärgern die Bauern und auch die Winzer gern. Mamertus, Pankratius, Servatius, die bringen oft Kälte und Verdruss, doch auch der Bonifazi, das ist erst ein Lumpazi. Pankratius, Servatius, Bonifatius, der Winzer sie beachten muss: Geh’n sie vorüber ohne Regen, bringt’s dem Weine großen Segen. Gehen die Eisheiligen ohne Frost vorbei, schreien die Bauern und Winzer juchhei.
Am 1. Mai Reif oder nass, macht den Bauern immer Spaß. So viele Fröste vor Wenzeslaus (28. September) fallen, so viele nach Philippi folgen. Wenn die Sonne gut ist am 1. Mai, gibt es viel Korn und ein gutes Heu. Wenn es regnet am 1. Mai, regnet es auch weiter glei’. Regnet’s am ersten Maientag, viele Früchte man erwarten mag. Wenn’s Wetter gut am 1. Mai, gibt es viel und gutes Heu. Wenn der 1. Mai schellt, grünt das ganze Feld. Fällt am 1. Mai Reif, so hofft man auf ein gutes Jahr. Fällt Reif am 1. Mai, bringt er im Feld viel Segen herbei. Kommt der 1. Mai mit Schall, bringt er Kuckuck und Nachtigall. Sind Philippus und Jakobus nass, hat der Bauer großen Spaß. Philippi und Jakobi – viel fress’ i, wenig hab’ i. (Die Bauern warteten auf die nächste Ernte; sie mussten mit ihren Vorräten auskommen.)