Schlagwort: Hafer

  • 31. Mai – St. Petronella/Maria Königin

    Gibt es an Petronella Regen, wird sich auch das Getreide/der Hafer legen. Wer erst Hafer sät an Petronell, dem wächst er gerne, gut und schnell. Ist es klar an Petronell, messt den Flachs ihr mit der Ell’. Nach schönem Wetter bei Petronell, da messt den Flachs ihr mit der Ell’.

  • 23. April – St. Georg

    Sankt Georg kommt nach alten Sitten zumeist auf einem Schimmel angeritten. (Schimmel = die letzten Schneeflocken des Frühlings) Kommt der Georg auf einem Schimmel, kommt ein gutes Frühjahr vom Himmel. Ist’s an Georgi warm und schön, wird man noch rauhe Wetter seh’n. Ist’s an Georgi hell und warm, gibt’s noch ein Wetter, dass Gott erbarm. Georg und Markus (25. April) ganz ohne Trost, erschrecken uns sehr oft mit Frost. Gab es Gewitter am Georgitag, so folgt gewiss noch Kälte nach. Auf St. Georgs Güte stehen alle Bäum’ in Blüte. Was bis Georgi die Reben treiben, wird ihnen nicht bis zum Gallus (16. Oktober) bleiben. Zu Georgi „blinde“ Reben, volle Trauben später geben. Sind die Reben an Georg noch „blutt“ und blind, freut sich der Winzer mit Frau und Kind. Am Georgstag zeigt sich schon die Schwalbe einen Augenblick und zieht sich nochmal zurück. Kann der Georg im Korn die Krähe verstecken, wird sich das Mehl häufen zu prallen Säcken. Am Georgstag soll sich das neue Korn schon so recken, dass sich die Krähe drin kann verstecken. Es deutet eine gute Ernte an, wenn sich zu Georg schon die Krähe im Korn verstecken kann. Des St. Georgs Pferd, das tritt den Hafer in die Erd. Der Georgstag, der ist der Pferde Ehrentag. Georgi bringt grüne Schuh. (Früher mussten die Kinder ab diesem Tag auf ihre Winterschuhe verzichten.) Zu Georgi blinde Reben, volle Trauben wird es später geben.

  • 21. März – St. Benedikt / St. Lupicinius

    Wie das Wetter sich zeigt nach Benedikt eine Woche lang, so zeigt’s sich auch den ganzen Sommer lang. Der Benedikt leitet deine Hand, säest du mit ihm die Frucht ins Land. Soll das Korn gar üppig stehen, so soll man es an St. Benedikt säen. Willst du Gerste, Erbsen, Zwiebeln dick, so säe sie nach St. Benedikt. St. Benedikt, der macht die Möhren dick. Nach Benedikt, da achte wohl, dass man den Hafer säen soll. Nach Benedikt, da achte wohl, dass man jetzt alles säen soll. Nach des Benedikten Tag, man Erbsen und Zwiebeln legen mag. An Romanus (29. Februar) und Lupizinius, die Sonne scheinen muss.